Die häufigste Betrugsmasche bei Winterwohnungen auf den Kanaren ist ein gefälschtes Inserat für eine attraktive Wohnung zu einem guten Preis: Der angebliche Eigentümer verlangt eine Kaution per Überweisung oder Geldtransfer und verschwindet dann. Fast jeden Betrug vermeiden Sie, indem Sie den Eigentümer prüfen, die Wohnung live sehen und nur über geschützte oder nachvollziehbare Wege zahlen.

Häufige Maschen
- Kopierte Inserate: echte Fotos von einer anderen Seite, mit niedrigerem Preis neu veröffentlicht.
- Der abwesende Eigentümer: „Ich lebe im Ausland, überweisen Sie die Kaution, ich schicke Ihnen die Schlüssel.“
- Zeitdruck: „Drei andere Interessenten, zahlen Sie heute, dann gehört sie Ihnen.“
- Zahlung außerhalb der Plattform: Der Vermieter meldet sich über eine Plattform, will aber außerhalb bezahlt werden.
- Falsche Agenturen: professionell wirkende Webseiten ohne Büro und ohne Registrierung.
Warnsignale
- Der Preis liegt deutlich unter vergleichbaren Wohnungen.
- Der Eigentümer lehnt einen Live-Videoanruf ab.
- Zahlung per Geldtransfer, Kryptowährung oder Gutscheinkarten.
- Namen und Kontaktdaten passen nicht zusammen.
- Die Adresse gibt es erst nach der Zahlung.
So schützen Sie sich
- Machen Sie eine Rückwärtssuche der Fotos.
- Verlangen Sie einen Live-Videoanruf durch die Wohnung und vor dem Gebäude.
- Prüfen Sie, ob das Inserat eine Registrierungsnummer zeigt, wo sie vorgeschrieben ist.
- Nutzen Sie Plattformen mit Zahlungsschutz oder zahlen Sie an Agenturen mit einem Büro, das Sie besuchen können.
- Zahlen Sie wenn möglich per Karte und bewahren Sie alle Belege auf.
- Fragen Sie in lokalen Gruppen von Überwinterern, ob jemand den Eigentümer oder die Agentur kennt.
Wenn Sie betrogen wurden
Zeigen Sie es sofort bei der Policía Nacional oder der Guardia Civil an und melden Sie es der Plattform und Ihrer Bank. Kartenzahlungen lassen sich manchmal noch stoppen oder zurückholen.
Echte Beispiele, wie Betrug abläuft
Die Geschichten, die wir von Langzeitgästen hören, folgen wenigen Mustern:
- Das Facebook-Schnäppchen: eine Wohnung mit Meerblick in Los Cristianos von Januar bis März, weit unter Marktpreis. Der „Eigentümer“ ist freundlich, schickt viele Fotos und einen Vertragsentwurf und verlangt eine Monatskaution per Überweisung auf ein ausländisches Konto. Nach der Zahlung ist das Profil weg.
- Die gehackte E-Mail: Sie buchen bei einer echten Agentur, aber ein Betrüger mit Zugriff auf deren E-Mail schickt Ihnen „neue Bankdaten“. Das Geld landet beim Betrüger.
- Die Mehrfachbuchung: eine echte Wohnung, gleichzeitig an mehrere Personen vermietet, jeweils mit Kaution, von jemandem, der sie nur fürs Wochenende gemietet hatte.
In allen drei Fällen war das Warnsignal dasselbe: Druck, schnell Geld auf ein nicht überprüfbares Konto zu überweisen.
So prüfen Sie Eigentümer oder Agentur
- Fragen Sie nach dem vollständigen Namen des Eigentümers und vergleichen Sie ihn mit dem Kontoinhaber.
- Suchen Sie den Agenturnamen mit „opiniones“ oder „Bewertungen“ und prüfen Sie, wie alt die Website ist.
- Prüfen Sie, ob die Agentur ein Büro und eine erreichbare Telefonnummer hat.
- Bei registrierten Ferienwohnungen: Registriernummer erfragen und mit der Adresse abgleichen.
- Kennen Sie jemanden auf der Insel, bitten Sie ihn, das Gebäude anzusehen.
Seriöse Vermieter haben mit solchen Prüfungen kein Problem.
Sichere Zahlungswege
- Am besten: Zahlung über eine Plattform mit Käuferschutz oder per Kreditkarte an eine etablierte Agentur.
- Akzeptabel: SEPA-Überweisung auf ein Konto, das auf den Namen im Vertrag läuft, nach Prüfung des Eigentümers. Seit 2025 zeigt Ihre Bank beim Überweisen an, ob Name und IBAN übereinstimmen – nehmen Sie eine Warnung ernst.
- Vermeiden: Bargeldtransfers, Kryptowährungen, Gutscheinkarten und Zahlungen an Dritte.
Auch Teilzahlungen sind sicherer: eine kleine Anzahlung vorab, der Rest bei Ankunft mit Schlüssel.
Kontrollen am Ankunftstag
- Prüfen Sie, ob die Wohnung Fotos und Beschreibung entspricht.
- Fotografieren Sie den Zustand inklusive Schäden, bevor Sie auspacken.
- Lassen Sie sich bei mehreren Monaten ein schriftliches Inventar geben.
- Vereinbaren Sie schriftlich, wie und wann die Kaution zurückkommt.
Was tun, wenn bei Ankunft etwas schiefgeht
Gibt es die Wohnung nicht oder wohnt dort jemand anders, verständigen Sie sofort Polizei sowie Plattform oder Bank. Buchen Sie für ein paar Nächte ein Hotel oder Aparthotel; Aparthotels haben oft auch im Winter kurzfristig Platz. Siehe Aparthotels für lange Aufenthalte auf Gran Canaria: Monatspreise.
Betrug melden
In Spanien wird Betrug je nach Gegend bei der Policía Nacional oder der Guardia Civil angezeigt. Bringen Sie Ausdrucke von Nachrichten, Inseraten und Zahlungsbelegen mit. Melden Sie das Inserat der Plattform und warnen Sie die Gruppe. Zusätzlich können Sie in Deutschland bei der Online-Wache Ihres Bundeslandes Anzeige erstatten und Ihre Bank um einen Rückruf der Überweisung bitten.
Häufige Fragen
Sind Facebook-Gruppen für Wintermieten sicher?
Sie können nützlich sein, sind aber der häufigste Ort für Betrug. Prüfen Sie jedes Angebot genau.
Ist eine Kaution im Voraus normal?
Ja, aber nur an geprüfte Eigentümer oder Agenturen, mit schriftlichem Vertrag und nachvollziehbarer Zahlung.
Kann meine Bank das Geld zurückholen?
Manchmal, vor allem wenn Sie schnell handeln. Kreditkartenzahlungen lassen sich leichter zurückfordern als Überweisungen.
Unser Fazit
Wenn es zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch. Mehr zur sicheren Suche in So finden Sie eine Monatsmiete auf Teneriffa.